Psychotherapie Saarland: Gesprächstherapie und Hypnose-Therapie Nähe Saarbrücken bei Depressionen, Ängsten, Panikattacken, Eifersucht, Burnout, Trauer, Zwängen Psychotherapie im Saarland (Püttlingen / Saar)
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GANZHEITLICHE PSYCHOTHERAPIE IM SAARLAND UND HYPNOSE • REIKI • KLANGMASSAGE • MEDITATION
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Thomas Wilhelm, Heilpraktiker für Psychotherapie | ✆ 06898 - 44 29 225

Eine Liste von Psychotherapie-Verfahren im Überblick

Worin unterscheiden sich die einzelnen Psychotherapieverfahren? Thomas Wilhelm, Heilpraktiker für Psychotherapie im Saarland, gibt in der folgenden Liste einen ersten Überblick über herkömmliche und alternative Verfahren der Psychotherapie.

Heilpraktiker für Psychotherapie Saarland, Liste von Verfahren: Eine Liste von Psychotherapie-Verfahren - Raum Saarbrücken - Hypnose und Reiki Praxis Saar: Hypnosetherapie, Gesprächstherapie in Püttlingen / Saar Unterstützung durch Psychotherapie, wenn die Seele leidet: Eine Liste gängiger Psychotherapie-Verfahren

Die verschiedenen Psychotherapieverfahren: Ein zunächst unüberschaubarer Dschungel?

 

Für den Hilfesuchenden scheint die Vielfalt der zur Unterstützung angebotenen Psychotherapieverfahren zunächst unüberschaubar. Die folgende Liste bietet einen ersten Überblick in diesem "Dschungel" von kassenzugelassenen und alternativen Therapieverfahren. 

 

Zu den von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten Verfahren gehören die Psychoanalyse, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die Verhaltenstherapie sowie die kognitive Verhaltenstherapie. Sollten Sie sich für ein alternatives Therapieverfahren entscheiden, tragen die GKV die Kosten in aller Regel nicht.

 

Unterschiede gibt es bei den verschiedenen Formen von Psychotherapie sowohl in Hinblick auf ihren theoretischen Hintergrund als auch auf die Therapiekonzepte und die damit zusammenhängende Haltung des Therapeuten dem Klienten gegenüber.

 

Hier eine Liste von häufig angewandten Psychotherapie-Verfahren:

 

  1. Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie
  2. Gestalttherapie
  3. Logotherapie
  4. Hypnosetherapie
  5. Verhaltenstherapie
  6. Kognitive Verhaltenstherapie
  7. Analytische Psychotherapie
  8. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  9. Katathymes Bilderleben (Katathym-imaginative Psychotherapie)
  10. Systemische Therapie
  11. Lösungsorientierte Kurzzeittherapie
  12. Autogenes Training
  13. Neurolinguistisches Programmieren (NLP)
  14. EMDR
  15. Interpersonelle Psychotherapie

1. Gesprächstherapie

 

Die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers zählt wie die im Nachfolgenden näher erläuterte Gestalttherapie und auch die Logotherapie zu den humanistischen Therapieverfahren und trägt oft den Zusatz „klientenzentriert“. Dieser Ausdruck will vermitteln, dass hier an erster Stelle nicht die Symptome des Klienten im Vordergrund stehen, sondern dass der Mensch als Ganzes gesehen wird, dass das subjektive Erleben, die vorhandenen Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken des Hilfesuchenden von zentraler Bedeutung sind.

 

Der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie liegt das humanistische Menschenbild zugrunde, dass jeder Mensch nach seiner Selbstverwirklichung und Wachstum strebt und damit die Anlagen zur Lösung seiner Probleme in sich trägt.

 

Der Therapeut sollte dabei drei Variablen verinnerlicht haben: Eine empathische, einfühlsame Haltung dem Klienten gegenüber, eine bedingungslose und wertungsfreie Akzeptanz des Klienten und die eigene Echtheit (Kongruenz). Der Therapeut verstellt sich nicht, spielt keine Rolle und ist auch im therapeutischen Prozess der, der er eigentlich ist. Somit erklärt sich, weshalb Gesprächstherapeuten während ihrer Ausbildung und auch im Anschluss noch viele Stunden mit Selbsterfahrung verbringen.

 

In der klientenzentrierten Psychotherapie sollen dem Klienten Wege eröffnet werden, sich selbst, seine Gefühle und sein Umfeld besser zu verstehen und zu einer Akzeptanz seiner selbst zu finden. So wird  – nach der Überzeugung der Gesprächstherapeuten – ein persönliches Wachstum des Klienten und dessen Ganzheit möglich.

 

Internet:

 

· Privat betriebene Website zur Gesprächstherapie und Carl Rogers

 

· Gesellschaft für personenzentrierte Beratung und Psychotherapie e.V. (GwG)

2. Gestalttherapie

 

Wie die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie und auch die Logotherapie zählt die Gestalttherapie nach Fritz Perls zu den humanistischen Psychotherapieverfahren. Auch Gestalttherapeuten gehen davon aus, dass Menschen tief in ihrem Herzen zum Ganzheitlichen und Guten streben.

 

Die Rolle des Therapeuten ist hier aber im Gegensatz zum gesprächstherapeutischen Ansatz eine aktivere: Klienten stoßen durch eine Vielzahl erlebnis-, körper- und gefühlsorientierter Methoden auf unvollständig verarbeitete Situationen oder unterdrückte Wünsche, auf vielleicht seit der Kindheit bestehende Glaubenssätze oder bisher nicht akzeptierbare eigene Wesenszüge.

 

Die Arbeit von Therapeut und Klient spielt sich dabei im Hier und Jetzt ab, dem einzigen Moment, in dem Veränderung möglich ist. Fritz Perls bezeichnete die Gestalttherapie deshalb auch als „Here & now Therapy“; das in den vergangenen Jahren auch in anderen Psychotherapieverfahren „modern“ gewordenen Konzept der Achtsamkeit spielt in der Gestalttherapie daher seit deren Anfängen in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts eine zentrale Rolle.

 

Das Ziel der Gestalttherapie ist die Entwicklung des Menschen zu einem ganzheitlichen Individuum, das bewusst auf alle Teile seiner Persönlichkeit, seine Bedürfnisse und seine Gefühle zurückgreifen kann und somit zu einem erfüllteren Leben findet.

 

Internet:

 

· Living the Gestalt - Ausbildung

 

· Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie (DVG)

3. Logotherapie

 

Von Viktor E. Frankl wurde in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts als sogenannte "3. Wiener Schule" das sinnorientierte Psychotherapieverfahren der Logotherapie entwickelt. Die Grundannahme dieses, auch als Existenzanalyse bezeichneten Verfahrens ist es, dass es ein Grundbestreben des Menschen ist, sein Leben in einen Sinnzusammenhang zu stellen. Frankl ging davon aus, dass psychische und psychosomatische Störungsbilder wie Ängste, Depressionen, Abhängigkeits- und psychosomatische Erkrankungen dann entstehen, wenn dies dem Klienten nicht gelingt.

 

Als Ziel der Logotherapie gilt es dementsprechend, den Betroffenen dabei zu unterstützen, seinem Leben einen Sinn zu geben und so zu einem erfüllten und gesunden Dasein zu gelangen. Eine bekannte aus der Logotherapie stammende psychotherapeutische Intervention ist die „Paradoxe Intention“, in der der Klient humorvoll angehalten wird, sich die Symptome, die er am meisten fürchtet, herbeizuwünschen und wenn möglich in die Tat umzusetzen, um ihm eine Objektivierung dieser Symptome zu ermöglichen und deren Veränderbarkeit vor Augen zu halten.

 

Internet:

 

· Deutsche Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse e.V.

 

· Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie (AGHPT)

 

· Willen zum Sinn - DER SPIEGEL 

4. Hypnosetherapie

 

In einer Hypnosetherapie können ressourcen- und lösungsorientierte, verhaltens- und gestalttherapeutische, analytische und viele andere Ansätze oder auch Kombinationen (so etwa auch als eine Form der humanistischen Psychotherapie in Hypnose) aus verschiedenen Verfahren zum Einsatz kommen.

 

Gemeinsam ist bei dieser Art der Psychotherapie die Arbeit in einem abgesenkten, aber wachen hypnotischen Bewusstseinszustand, der einen Zugang zu unbewusst ablaufenden psychischen Prozessen und damit zu tieferliegenden Gehirnstrukturen ermöglichen soll. Aufgrund der Vielzahl der möglichen therapeutischen Ansätze sollte sich der Klient (Patient) im Vorfeld einer Behandlung über die Arbeitsweise des in Frage kommenden Hypnosetherapeuten informieren.

 

Internet:

 

· Gesellschaft für therapeutische Hypnose und Hypnoseforschung e.V. (GTH)

 

· Milton H. Erickson Gesellschaft für Hypnose e.V. (MEG)

5. Verhaltenstherapie

 

Verhaltenstherapeuten gehen davon aus, dass das Erleben und Verhalten des Menschen im Laufe des Lebens erlernt wurde und daher auch wieder „verlernbar“ ist. Psychische Störungen entstehen nach der verhaltenstherapeutischen Theorie dann, wenn die erlernten Muster für den Klienten unangemessen und problematisch werden und beim Patienten selbst und/ oder in seinem sozialen Umfeld Leiden verursachen.

 

Der Verhaltenstherapeut erarbeitet und übt mittels vielfältiger Interventionen gemeinsam mit dem Patienten neue positive Verhaltensweisen und Denkmuster, die die bisherigen negativen und Leid verursachenden ersetzen sollen.

 

Wie viele andere Psychotherapie-Verfahren dieser Liste hat sich auch dieser meist problem- und symptombezogene Ansatz im Laufe seiner Geschichte weiterentwickelt und neue Strömungen integriert; ein häufig eingesetztes Verfahren ist z.B. die im Folgenden erläuterte kognitive Verhaltenstherapie geworden, die sich speziell mit den Denkweisen und Glaubenssätzen des Patienten beschäftigt.

 

Internet:

 

· Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.

 

· Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie

6. Kognitive Verhaltenstherapie

 

Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass der Mensch in der Lage ist, sein Verhalten, sein Erleben, seine Gedanken (die „Kognitionen“) und Vorstellungen negativ oder positiv zu beeinflussen. Bei dieser Art psychotherapeutischer Tätigkeit geht es dementsprechend um das Umgestalten von fehlerhaften oder unangemessenen Gedanken, Bewertungen und Denkweisen, die zu Depressionen, Ärger, Angst oder anderen seelischen Leiden führen können. Beispiele dafür sind tiefsitzende Überzeugungen wie „Ich muss von jedem gemocht werden“ oder „Es/ ich muss perfekt sein.“

 

Gedankenfehler, die sich in oft selbstschädigenden Überzeugungen manifestieren, werden durch den Therapeuten bewusst gemacht, Katastrophenphantasien hinterfragt und neue Denkmuster sowie eine Liste passender Bewältigungsstrategien eingeübt, um mit bisher belastenden Situationen besser umgehen zu können.

 

Internet:

 

· Kognitive Verhaltenstherapie auf den Seiten des IQWiG

7. Analytische Psychotherapie - Psychoanalyse

 

Die analytische Psychotherapie ist die älteste offiziell anerkannte Form von Psychotherapie. Sie geht ursprünglich auf Sigmund Freud zurück; im Laufe ihrer Geschichte haben sich aber auch hier eine Liste von verschiedenen Unterformen entwickelt. In ihrem theoretischen Unterbau und damit dem Krankheitsverständnis stimmen diese jedoch zum großen Teil überein.

 

Zentrales Anliegen analytischer Psychotherapeuten ist es, dem Patienten verdrängte Erinnerungen und Gefühle bewusst zu machen, die dessen Entwicklung zu einem selbständig handelnden und gesunden Menschen behindern. Dieses Verfahren findet nach seiner Lehre von den Neurosen die Gründe und die Lösungen für aktuelle Konflikte des Patienten in dessen Unbewusstem und in seiner Vergangenheit.

 

Durch eine Analyse von Übertragung und Gegenübertragung zwischen Patient und Therapeut, von Träumen und in verschiedenen Entwicklungsphasen aufgetretenen Problemen sollen die vergangenen Konflikte nochmals durchlebt und damit verarbeitet werden. Dabei übt sich der Therapeut in Abstinenz, er sitzt meist so hinter dem liegenden Patienten, dass er nicht für ich sichtbar ist. Damit bietet er sich diesem als eine Projektionsfläche für dessen Emotionen und Erinnerungen an.

 

Internet:

 

· Homepage der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychoanalye, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V.)

 

· Deutsche psychoanalytische Gesellschaft

 

· "Was ist Psychoanalyse" - Deutsche Psychoanalytische Vereinigung

8. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

 

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist aus der analytischen Therapie hervorgegangen. Damit ist das ihr zugrunde liegende Störungsverständnis ähnlich: Auch in der tiefenpsychologische fundierten Psychotherapie geht der Therapeut davon aus, dass hinter aktuellen Konflikten unverarbeitete und unbewusste Probleme der Vergangenheit stehen.  

 

Dieses Verfahren schaut allerdings eher auf den sogenannten „zentralen Konflikt“, durch dessen Verarbeitung Veränderung im Verhalten und Erleben des Patienten möglich werden soll. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse spielt der Therapeut hier eine aktivere Rolle, auch indem er Einsichten und positive Veränderungen seines Patienten fördert und unterstützt.

 

Internet:

 

· Deutsche Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie e.V.

 

· Deutsches Ärzteblatt: "Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie" (PDF-Datei)

9. Katathymes Bilderleben (Katathym-imaginative Psychotherapie)

 

Das Katathyme Bilderleben (sprich „Bild-erleben“, auch Katathym-imaginative Psychotherapie oder Symboldrama) wurde von dem Psychoanalytiker und Arzt Hanscarl Leuner in den 1950er Jahren entwickelt und ist den psychoanalytischen Psychotherapien zuzuordnen. In dieser Therapieform wird mit Tagträumen gearbeitet, die ihren Fokus auf verschiedene vorgegebene Motive legen.

 

Typische Situationen und Bilder, die vom Klienten unter Begleitung des Therapeuten in der Unterstufe bearbeitet werden, sind die Wiese, der Bach, der Berg, das Haus und der Waldrand, in der Mittel- und Oberstufe kommen als Motive z.B. der Rosenbusch, die Höhle, der Löwe oder der Vulkan hinzu. Der symbolische Sinn des Geschehens erschließt sich dem Tagträumenden oftmals  von selbst, es bietet sich ihm die Möglichkeit, sich neue Wahrnehmungs-, Erlebnis- und Verhaltensweisen zu erschließen und mit den eigenen Ressourcen in Verbindung zu kommen.

 

Die Katathym-imaginative Psychotherapie versteht die Bilder, die am inneren Auge des Tagträumers vorbeiziehen, als Spiegel von Gefühlen und (unbewussten) Konflikten. In diesen Bildern zeigen sich dem Klienten neue Handlungsspielräume, die er in seinem Leben umsetzen kann.

 

Eine nicht ganz „klassische“, aber dennoch effektive Möglichkeit ist es, den Klienten nicht nur in eine leichte Trance, sondern in eine tiefergehende Hypnose zu führen und in diesem Bewusstseinszustand dem Therapieverfahren entsprechend zu arbeiten. Erfahren Sie hier mehr zum Katathymen Bilderleben in Hypnose ...

 

Internet:

 

· Arbeitsgemeinschaft für Katathymes Bilderleben und imaginative Verfahren in der Psychotherapie (AGKB) e.V.

 

· Katathym imaginative Psychotherapie auf den Seiten der Uni Köln

10. Systemische Psychotherapie

 

Im Mittelpunkt der oftmals im Rahmen der Familientherapie eingesetzten systemischen Psychotherapie steht nicht nur der einzelne Patient, sondern auch dessen soziales Umfeld, wichtige Bezugspersonen und seine Familie im Mittelpunkt des Interesses. Die psychische Störung des Patienten stellt für systemisch arbeitende Therapeuten ein Symptom dar für ein Problem im Verhaltens- oder Kommunikationsmuster des gesamten sozialen Umfelds ("Systems"), dem der Patient angehört; der Patient wird also als der „Symptomträger“ angesehen.

 

Nach dem Ausfindigmachen der „Systemstörung“ machen sich Patient und Therapeut auf die Suche nach möglichen Lösungen. Oftmals werden die einzelnen Mitglieder von Familienstrukturen mit ihrem Beitrag zu dem Problem konfrontiert und zu einer Auseinandersetzung mit ihm angehalten.

 

Internet: 

 

· Systemische Gesellschaft

 

· Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

11. Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

 

Die lösungsorientierte Kurzzeittherapie ist den systemischen Psychotherapien zuzuordnen. Nach der von den Psychotherapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelten Theorie verfügt jeder Mensch über Ressourcen, die ihm bei der Lösung seines Problems hilfreich sein können. Diese werden in problematischen Lebenssituationen oder in Krisenzeiten jedoch nicht wahrgenommen und nicht genutzt. Dieser Art der Psychotherapie (sie wird auch häufig im Coaching eingesetzt) geht es weniger um eine Analyse des Problems, sondern darum, dass sich der Klient von den Verhaltensmustern löst, die seine Schwierigkeiten aufrechterhalten.

 

Der Klient fokussiert durch verschiedene Fragetechniken auf seine Fähigkeiten und Ressourcen und wird vom Therapeuten angehalten, sich nicht mehr auf sein Problem zu konzentrieren, sondern sich darüber klar zu werden, dass er vielfältige Möglichkeiten hat, zu einer Lösung zu gelangen.

 

Der lösungsorientierte Kurzzeittherapeut geht davon aus, dass kleine Veränderungen im Verhalten des Betroffenen zu einem „Verbreiterungseffekt“ führen, der sich auf die von den Problemen betroffenen Teile des Lebens seines Klienten und damit meist auch auf die übrigen an dem System (Familie, Beruf, Freundeskreis) Beteiligten auswirken kann.

 

Internet:

 

· Lösungsorientierte Kurzzeittherapie auf den Seiten der Uni Trier (PDF-Datei)

 

12. Autogenes Training

 

Die Entspannungsmethode Autogenes Training wurde 1932 von dem deutschen Arzt und Hypnosetherapeuten Johannes H. Schulz vorgestellt und ist in seiner Oberstufe (s.u.) ebenfalls als Psychotherapieverfahren zu betrachten. Es ist eine verbreitete und inzwischen gut belegte Methode zur Selbsthypnose, die in Folge einer konzentrativen Entspannung zu einer Beeinflussbarkeit der vegetativen Körperfunktionen (wie etwa Herzschlag, Durchblutung und Atmung) führt.

 

Inklusive der „Ruhetönung“ besteht das Autogene Training in der Unterstufe aus sieben aufeinanderfolgenden Übungen (Schwere-, Wärme-, Herz-, Atem-, Sonnengeflechts- und Kopfübung), die vom Klienten nacheinander erlernt werden.

 

In der Mittelstufe setzt das Verfahren vom Klienten selbsterdachte formelhafte Sätze ein, die das Unbewusste unterstützen, das formulierte Ziel zu erreichen.

 

Die Oberstufe des Autogenen Trainings ist ein der analytischen Psychotherapie nahestehendes Konzept, das eine Erweiterung des Erfahrungshorizonts, Einsicht und Selbsterfahrung unter anderem durch symbolische Darstellung und Lösung von Problemen mittels neuer Einsichts- und Erlebnismöglichkeiten schaffen soll.

 

Internet:

 

· Deutsche Gesellschaft für ärztliche Hypnose und Autogenes Training (dgaehat)

 

· Dissertation zum Thema Autogenes Training an der Uni Regensburg

 

· Entspannungsverfahren auf den Seiten des Uniklinikums Saarland (PDF-Datei)

13. Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

 

In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts analysierten Richrad Bandler und John Grinder die Arbeitsweisen der Systemischen Therapie nach Virginia Satir, der Hypnosetherapie nach Milton Erickson und Fritz Perls´ Gestalttherapie und entwickelten aus deren Gemeinsamkeiten ein psychologisches Modell von Strukturen und Kommunikationsmustern, das sie „Neurolinguistisches Programmieren“ (NLP) nannten.

 

Im NLP steht „Neuro“ für die Art, wie Menschen Wahrnehmungen aufnehmen, im neurologischen Sinne verarbeiten und wie sie sich dementsprechend verhalten, „linguistisch“ für den Teilaspekt der Sprache, mit der wir unsere Wahrnehmungen und Gedanken ausdrücken und „Programmieren“ für die Muster (Programme) des Verhaltens, die jeder Mensch in sich trägt.

 

Das Neurolinguistische Programmieren richtet seine Aufmerksamkeit darauf, wie Klienten durch die Analyse und Veränderung bestehender Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster neue „innere Wirklichkeiten“ entwickeln können, die sie bei der Neugestaltung ihres Lebens und ihrer sozialen Prozesse unterstützen sollen.

 

Internet:

 

· Deutscher Verband für Neuro-Linguistische Programmieren (DVNLP)

14. EMDR

EMDR steht als Abkürzung für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Das Verfahren wurde in den 1980ern von der Psychologin Francine Shapiro ursprünglich zur Behandlung psychischer Traumata entwickelt. Als Einsatzgebiete für dieses Psychotherapieverfahren gelten inzwischen aber auch Angststörungen und Phobien, psychosomatische Störungen und Schmerzzustände.

 

Beim EMDR soll der Patient Erinnerungen an sein Trauma unter der Anleitung des Therapeuten reaktivieren während er den sich schnell und rhythmisch vor seinen Augen von links nach rechts pendelnden Fingern des Behandlers folgt. Durch die Verknüpfung der belastenden Erinnerung mit den schnellen Augenbewegungen soll es dem Patienten gelingen, die das Trauma betreffenden Gedächtnisinhalte neu zu strukturieren und sie wie ein normales Erleben einzusortieren.

 

Das Verfahren geht davon aus, dass auch beim Träumen die menschlichen Erinnerungen neu sortiert und dann im Gedächtnis abgelegt werden. Die während der REM-Phase des Schlafes (Rapid Eye Movement) regelmäßig zu beobachtenden schnellen Augenbewegungen sollen mit dieser Methode im sicheren Therapieraum simuliert und mit dem Träumen vergleichbare Prozesse im Gedächtnis angeregt werden. So soll sich der Patient nicht mehr hilflos den anbrandenden Erinnerungen und den mit ihnen verknüpften Gefühlen ausgeliefert fühlen, sondern die Gedächtnisinhalte als „normal“ wahrnehmen und sie aushalten und ertragen können.

 

Internet:

 

· EMDR Institut Deutschland

15. Interpersonelle Psychotherapie

Die interpersonelle Psychotherapie (IPT) ist ein speziell für die Behandlung von Depressionen entwickeltes Psychotherapieverfahren, das inzwischen auch beim Vorliegen von Ängsten und anderen psychischen Leiden eingsetzt wird. Patient und Therapeut konzentrieren sich hier auf die aktuellen Lebensbezüge und die gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen, von denen Depressionen oft geprägt sind.

 

Konflikte und Probleme mit dem Partner, Familienangehörigen, Arbeitskollegen oder im Bekanntenkreis werden gemeinsam mit dem Therapeuten besprochen und analysiert und alternative Verhaltensweisen dem sozialen Umfeld gegenüber eingeübt, um besser mit ihm zurechtzukommen.

 

Dabei ist nach Ansicht interpersonell arbeitender Psychotherapeuten eine grundlegende Veränderung der Persönlichkeitsstruktur des Patienten nicht notwendig, um die Symptome einer Depression zu lindern. Im Vordergrund steht im Verlauf der drei Phasen dieses Psychotherapieverfahrens (initiale Phase, mittlere Phase, Beendigungsphase mit jeweils spezifischen Inhalten) eher die Entwicklung von notwendigen sozialen Fertigkeiten zur Bewältigung interpersoneller Probleme.

 

Internet:

 

· Deutsche Gesellschaft für interpersonelle Psychotherapie (DGIPT)

 

· "Was ist IPT?" -  Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Psychotherapie

Diese Liste der Psychotherapie-Methoden erhebt keinen Anspruch auf Völlständigkeit. Sie kann lediglich ein kurzes Schlaglicht auf die einzelnen Verfahren werfen und dient lediglich einer ersten Orientierung.

 

Die Reihenfolge der Erwähnung in dieser Liste der Psychotherapie-Verfahren ist willkürlich gewählt und stellt keine Einordnung oder Bewertung der einzelnen Arten von Psychotherapie dar.

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