Ihre Ansprechpartner in unserer Saarbrücker Praxis:
Thomas Wilhelm, Heilpraktiker für Psychotherapie | ✆ 0177 - 3143183
oder
Niritya Speicher-Wilhelm, Heilpraktikerin für Psychotherapie | ✆ 0171 - 3678332
Psychosomatik - wenn die Seele den Körper berührt
Es fängt manchmal ganz leise an: ein flaues Gefühl im Magen vor einem wichtigen Gespräch. Die schlaflosen Nächte, wenn der Kopf nicht aufhören will zu kreisen. Oder dieses Ziehen im Nacken, das einfach nicht verschwindet, egal wie oft man sich massieren lässt.
Fast jede:r von uns kennt diese Sätze, die das Wort Psychosomatik umschreiben:
- Mir hüpft das Herz vor Freude.
- Ich habe einen Kloß im Hals.
- Das ist mir auf den Magen geschlagen.
- Das geht mir an die Nieren.
Diese Aussagen sind mehr als nur poetische Bilder. Sie spiegeln wider, wie eng unser Körper mit unseren Gefühlen verbunden ist. Wir erröten in peinlichen Momenten, spüren Herzklopfen beim ersten Date, bekommen Kopfschmerzen in stressigen Phasen.
Und manchmal rauben uns Sorgen den Schlaf, schlagen uns auf den Magen oder nehmen uns den Appetit. All das hat einen psychosomatischen Hintergrund.
Erstaunlich oft steckt hinter diesen Beschwerden keine körperliche Ursache, die sich im Labor oder auf dem Röntgenbild finden lässt. Die Medizin nennt diesen Fachbereich Psychosomatik. Dahinter steckt die enge Verbindung zwischen Seele (Psyche) und Körper (Soma).
Der Schriftsteller und Dichter Christian Morgenstern formulierte das so:
„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“
Die Psychosomatik ist also im Grunde nichts Neues – und doch erleben wir in unserer Praxis in Saarbrücken immer wieder, dass es für viele Menschen schwierig zu akzeptieren ist, dass ihre Schmerzen oder Erschöpfung seelisch mitbedingt sein könnten.
Oft steckt die Angst dahinter, als „Psycho“ abgestempelt zu werden oder nicht ernst genommen zu werden. Die Vorstellung, dass eine Gesprächstherapie oder Hypnose unterstützend wirken könnten, wirkt dann erstmal fremd.
Wie Körper und Seele in der Psychosomatik zusammenwirken
Dabei ist der Zusammenhang gut erforscht: Die Psychoneuroimmunologie – ein junges, aber anerkanntes Fachgebiet – untersucht, wie Stress und belastende Lebensereignisse unser Immunsystem beeinflussen.
Unser Körper und unser Geist kommunizieren ständig miteinander – über Nervenbahnen, Hormone, Botenstoffe. Oft unbemerkt, aber mit spürbaren Folgen.
Konflikte, Stress oder alte seelische Verletzungen können sich so in körperlichen Symptomen zeigen. Manche Fachleute gehen sogar so weit zu sagen: Körper und Seele sind nicht nur verbunden – sie sind eins.
Für viele Betroffene beginnt der Weg zur richtigen Hilfe gerade im Themenfeld Psychosomatik jedoch erst spät. Oft liegen Jahre voller Arztbesuche und Untersuchungen hinter ihnen, bis endlich jemand vorschlägt, die Seele in die Behandlung einzubeziehen – und damit eine neue Tür zu öffnen.
Lesen Sie auch unseren Blogartikel "Psychosomatik - wenn Beschwerden eine Geschichte erzählen" mit einem anonymisierten Fallbeispiel aus unserer Praxis.
Humanistische Hypnose und Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden im Saarland – achtsam, ganzheitlich und ressourcenorientiert
Humanistische Hypnose und Psychotherapie verstehen wir in unserer Saarbrücker Praxis auch im Bereich der Psychosomatik als sanfte Wege, um innere Prozesse bewusster wahrzunehmen und seelische Balance zu fördern.
In der hypnotischen Tiefenentspannung kann ein Zustand entstehen, der es ermöglicht, mit unbewussten Anteilen in Kontakt zu treten und eigene Ressourcen zu aktivieren. Viele Menschen erleben diese
Erfahrung als wohltuend, klärend und stabilisierend.
Neben der Hypnose arbeiten wir in unserer Saarbrücker Praxisgemeinschaft auch mit anderen humanistischen Psychotherapieverfahren, wie der Gesprächs- und Gestalttherapie, sowie achtsamkeitsbasierten Methoden wie Meditation. Diese Ansätze ergänzen sich sinnvoll und unterstützen vor allem auch im Themenbereich Psychosomatik dabei, neue Zugänge zu innerer Ruhe, Klarheit und Selbstverständnis zu finden.
Am Anfang der gemeinsamen Arbeit steht bei vielen der Wunsch nach Entlastung und spürbarer Erleichterung. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar, denn erste positive Veränderungen können helfen, wieder mehr Ruhe und Lebensqualität zu empfinden.
Für eine nachhaltige Entwicklung ist es bei psychosomatischen Beschwerden jedoch oft hilfreich, die seelischen Hintergründe und inneren Konflikte zu betrachten, die anhaltende Belastungen beeinflussen können – sei es, dass sie auslösend, verstärkend oder aufrechterhaltend wirken.
In der psychotherapeutischen Arbeit geht es deshalb weniger um das „Beseitigen“ einzelner Symptome, sondern darum, deren Botschaft zu verstehen und daraus neue Wege des Umgangs zu entwickeln.
Manchmal zeigt sich bei Beschwerden aus dem Feld der Psychosomatik, dass ungelöste seelische Themen ihren Ausdruck im Körper finden.
Werden diese inneren Zusammenhänge klarer, kann sich der Umgang mit den Beschwerden verändern – und der Mensch kann mehr innere Stabilität, Gelassenheit und Selbstvertrauen entwickeln.
Gerade Menschen, die es mit psychosomatischen Leiden zu tun haben, möchten die Hintergründe solcher körperlich-seelischen Zusammenhänge oft auch aus medizinischer Sicht besser verstehen.
Die moderne Medizin beschreibt diese Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper in der sogenannten ICD-Klassifikation (International Classification of Diseases) der Weltgesundheitsorganisation.
In der ICD-10 werden seelisch bedingte oder mitbedingte körperliche Beschwerden als somatoforme Störungen bezeichnet. Sie machen deutlich, dass Körper und Seele eng zusammenwirken und dass emotionale Belastungen körperliche Symptome hervorrufen oder verstärken können.
Typische psychosomatische Störungsbilder nach ICD-10:
Häufige Begleitsymptome:
Psychosomatische Beschwerden sind keine „Einbildung“.
Sie sind Ausdruck einer tiefen, oft unbewussten inneren Belastung. Das Verständnis der ICD-10 kann helfen, solche Symptome einzuordnen – die therapeutische Arbeit aber geht weiter: Sie sucht nicht nur nach Diagnosen, sondern nach dem inneren Sinn der Beschwerden.
Weitere Informationen zur ICD-10-Klassifikation der somatoformen Störungen (F45) finden Sie auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.
Psychosomatik in der ICD-11 - ein moderner Blick
In den letzten Jahren hat sich auch die medizinische Sichtweise weiterentwickelt. Die neueste internationale Klassifikation, die ICD-11, fasst die bisherigen somatoformen Störungen unter dem Begriff „Störung mit körperlichen Belastungssymptomen“ (Bodily Distress Disorder) zusammen.
Mit der ICD-11 rückt stärker der individuelle Umgang mit Symptomen in den Vordergrund: weniger die Frage nach einer organischen Ursache, sondern die Wahrnehmung der eigenen Belastung, des Leidensdrucks und des seelischen Erlebens.
Damit wird deutlich, dass psychosomatische Beschwerden immer Ausdruck einer persönlichen Erfahrung sind – und dass Heilung nicht nur im Körper, sondern auch in der inneren Haltung und Beziehung zu sich selbst beginnt.
Mehr Informationen zur aktuellen ICD-11 finden Sie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Wenn wir diese Symptome als Ausdruck seelischer Belastungen verstehen, eröffnet sich ein neuer Zugang zum eigenen Erleben.
Körperliche Reaktionen können Signale innerer Konflikte oder emotionaler Spannungen sein. Indem diese Zusammenhänge erkannt und achtsam betrachtet werden, kann ein tieferes Verständnis für die
eigenen Bedürfnisse und Grenzen entstehen.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie und ganzheitliche Therapeuten begleiten Menschen dabei, die Sprache ihrer Seele besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu finden.
Wir setzen dabei auch im Bereich Psychosomatik in unserer Saarbrücker Praxis auf Formen der Psychotherapie und Hypnose, die den ganzen Menschen sehen – immer mit dem Ziel, die Selbstwahrnehmung, Selbstfürsorge und innere Balance zu stärken. Wir betrachten unsere Klient:innen als Expert:innen für ihr eigenes Leben – mit ihren individuellen Themen, Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Im Mittelpunkt steht nicht das Symptom allein, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit.
Unsere Haltung auch im Bereich Psychosomatik:
Anwendungsfelder von Hypnose und ganzheitlicher Psychotherapie
Psychosomatische Beschwerden können sich auf vielfältige Weise äußern.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie begleiten wir in unserer saarländischen Praxis Menschen, die unter seelisch bedingten oder stressbezogenen Symptomen leiden – etwa durch innere Anspannung,
Erschöpfung, Schlafprobleme oder körperliche Empfindungen, für die sich keine organische Ursache finden lässt.
Mögliche Themen einer psychotherapeutischen oder hypnotherapeutischen Begleitung:
Unterstützende Methoden für mehr Selbstregulation
Um den Alltag bewusster und gelassener zu gestalten, kann es hilfreich sein, einfache Entspannungsmethoden regelmäßig zu üben.
Wir empfehlen zum Beispiel:
Solche Methoden können das psychische Wohlbefinden stärken und dazu beitragen, Belastungen ausgeglichener zu verarbeiten. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu einer psychotherapeutischen Begleitung und fördern langfristig die Fähigkeit, selbstbestimmt für Entspannung und Ausgleich zu sorgen.
Kontakt und Praxisstandort
Praxisgemeinschaft von:m
Thomas Wilhelm – Humanistische Hypnose, Gestalt- und Gesprächstherapie: ✆ 0177 - 3143183
Niritya Speicher-Wilhelm – Gesprächs- und Gestalttherapie, Reiki- und Meditationslehrerin: ✆ 0171 - 3678332
Praxisstandort:
Beethovenplatz, Dudweilerstraße 37, 2. Stock
66111 Saarbrücken
Vor Beginn einer Behandlung in unserer Praxis ist besonders im Themenfeld Psychosomatik eine ärztliche Abklärung der Symptome erforderlich.
Weitere Informationen zum Thema therapeutische Hypnose finden Sie hier, zum Thema Psychotherapie hier.
Oder hören Sie unsere Podcastfolge: "Psychosomatik - wenn Beschwerden eine Geschichte erzählen" in unserem "REDERAUM - mit Niritya & Tom" auf Spotify.
1. Was versteht man unter Psychosomatik?
Die Psychosomatik beschäftigt sich mit dem engen Zusammenspiel von Körper und Seele. Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, bei denen seelische Belastungen, Stress oder innere
Konflikte eine wesentliche Rolle spielen. Körper und Psyche wirken dabei als Einheit zusammen.
2. Sind psychosomatische Beschwerden eingebildet?
Nein. Psychosomatische Beschwerden sind keine Einbildung. In der Psychosomatik ist gut belegt, dass seelische Belastungen über Nervensystem, Hormone und das Immunsystem reale körperliche Symptome
hervorrufen können – auch ohne nachweisbare organische Ursache.
3. Welche psychosomatischen Symptome treten häufig auf?
Klassische psychosomatische Beschwerden äußern sich vor allem in körperlichen Symptomen, für die sich trotz sorgfältiger medizinischer Abklärung keine ausreichende organische Ursache findet. Am häufigsten stehen dabei Schmerzen im Vordergrund, insbesondere Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen, aber auch diffuse Muskel- oder Gelenkschmerzen.
Ein weiterer zentraler Bereich der Psychosomatik betrifft vegetative Funktionsstörungen. Dazu zählen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl oder wechselnde Verdauungsprobleme, ebenso Herz-Kreislauf-Symptome wie Herzklopfen, Druck- oder Engegefühle sowie atembezogene Beschwerden wie Kurzatmigkeit oder ein Gefühl von Luftnot. Auch Schwindel und allgemeine Kreislaufbeschwerden werden häufig berichtet.
Viele Betroffene erleben zudem eine ausgeprägte körperliche Erschöpfung oder anhaltende Müdigkeit. Diese Symptome können einzeln auftreten oder sich im Verlauf abwechseln und in ihrer Intensität verändern. Charakteristisch für psychosomatische Beschwerden ist dabei, dass sie für die Betroffenen real und belastend sind, auch wenn sich in medizinischen Untersuchungen kein ausreichender organischer Befund zeigt.
4. Warum ist eine ärztliche Abklärung vor einer psychosomatischen Begleitung wichtig?
Auch im Bereich der Psychosomatik ist eine ärztliche Abklärung wichtig, um körperliche Erkrankungen auszuschließen oder medizinisch zu behandeln. Eine psychosomatische oder psychotherapeutische
Begleitung ergänzt die medizinische Diagnostik, ersetzt sie jedoch nicht.
5. Wie kann Hypnose im Rahmen der Psychosomatik unterstützen?
Humanistische Hypnose kann dabei helfen, Entspannung, innere Wahrnehmung und Selbstregulation zu fördern. In einem Zustand tiefer Ruhe können
unbewusste Zusammenhänge klarer werden und persönliche Ressourcen besser zugänglich sein.
6. Warum treten psychosomatische Beschwerden häufig wiederkehrend auf?
In der Psychosomatik zeigt sich, dass Beschwerden wiederkehren können, wenn seelische Belastungen, innere Konflikte oder Stressmuster weiterhin wirksam sind. Der Körper reagiert dann erneut als
Ausdruck innerer Prozesse.
7. Welche Rolle spielt Stress bei psychosomatischen Beschwerden?
Stress wirkt über Nervensystem, Stresshormone und das Immunsystem. Bei anhaltender Belastung kann sich die Balance zwischen Anspannung und Erholung verschieben. Psychosomatische Beschwerden entstehen
dabei durch das Zusammenspiel biologischer Reaktionen und individueller Stressverarbeitung.
8. Warum zeigen sich seelische Belastungen in der Psychosomatik häufig über den Körper?
Die Psychosomatik geht davon aus, dass seelische Belastungen immer auch körperlich mitverarbeitet werden. Gefühle beeinflussen Atmung, Muskelspannung, Herzschlag und Verdauung. Können innere
Spannungen nicht bewusst verarbeitet werden, können sie sich in psychosomatischen Beschwerden ausdrücken.
Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung im Bereich Psychosomatik und stellen keine medizinische Diagnose oder Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes oder ärztlicher Tätigkeit dar.
Eine ärztliche Abklärung körperlicher Symptome ist in jedem Fall erforderlich und wird ausdrücklich empfohlen.
Unsere Arbeit ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Behandlung durch Mediziner:innen.
Autor dieser Seite: Thomas Wilhelm, Heilpraktiker für Psychotherapie und Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater e.V.
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