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Thomas Wilhelm, Heilpraktiker für Psychotherapie und Hypnosetherapeut | ✆ 0177 - 3143183
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Niritya Speicher-Wilhelm, Heilpraktikerin für Psychotherapie | ✆ 0171 - 3678332
Transpersonale Erfahrungen integrieren
Die transpersonale Psychotherapie lädt dazu ein, über die Grenzen des individuellen Selbst hinauszuwachsen. Durch die Integration von psychotherapeutischen Techniken und transpersonalen Konzepten ermöglicht sie eine ganzheitliche Erfahrung der menschlichen Existenz. Im Fokus stehen ganzheitliche, meditative oder spirituelle Erfahrungen oder Träume, die Verbindung zur Natur und die Entfaltung des vollen Potenzials.
Transpersonale Psychotherapie und Arbeit mit Träumen: Niritya und Thomas, Heilpraktiker für Psychotherapie in Saarbrücken
Die Transpersonale Gestalttherapie nach Dr.rer.soc. Rajan Roth als Spielart der Transpersonalen Psychotherapie bietet dabei einen innovativen Ansatz zur Entwicklung der Persönlichkeit.
Indem sie Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit betrachtet, kann sie tiefgreifende Entwicklungsprozesse anstoßen. Durch achtsamkeitsbasierte Übungen, Traumarbeit und kreative Prozesse wird eine Verbindung zu transpersonalen Erfahrungen gefördert.
Transpersonale Psychotherapie: Ein interdisziplinärer Ansatz zur Persönlichkeitsentwicklung
Die transpersonale Gestalttherapie verbindet fundierte Erkenntnisse aus Psychologie, Philosophie und bewusstseinsorientierten Erfahrungswegen wie Breathwork. Sie betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Bewusstsein und nutzt integrative Methoden, um persönliche Entwicklung zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
So entsteht ein Raum, in dem achtsame Erfahrung, psychologische Tiefe und Bewusstseinsarbeit zusammenwirken – als Weg zu mehr Klarheit, innerer Balance und persönlicher Entfaltung.
Die Arbeit mit Träumen hat in der Gestalttherapie – und besonders in der Transpersonalen Gestalttherapie – einen wichtigen Platz. Träume werden hier nicht als zufällige Bilder oder bloße Verarbeitung des Tagesgeschehens gesehen, sondern als sinnvolle Botschaften aus dem Inneren.
Sie zeigen Erfahrungen, Gefühle und innere Bewegungen, die im normalen Wachbewusstsein oft verborgen bleiben oder als unerwünschte Anteile der Persönlichkeit sogar beiseite geschoben werden.
Träume können Hinweise geben auf ungelöste Themen, auf Entwicklungsschritte oder auf tiefere Ebenen des eigenen Erlebens, die über das rein Persönliche hinausgehen.
Die Gestalttherapie bietet keine Traumdeutung
Im Unterschied zu klassischen Traumdeutungen arbeitet die Gestalttherapie nicht mit festen Symbolbedeutungen oder allgemeinen Erklärungen. Es gibt keine „richtige“ Deutung von außen. Stattdessen gilt die Annahme, dass alles, was im Traum erscheint, ein Teil der träumenden Person selbst ist.
Menschen, Tiere, Orte oder Gegenstände stehen für unterschiedliche Seiten des eigenen Erlebens. Deshalb geht es weniger darum, einen Traum zu erklären, sondern darum, ihn bewusst zu erleben und zu erforschen. Die zentrale Frage lautet: „Wie fühlt sich dieser Traum für mich an – jetzt, in diesem Moment?“
In der gestalttherapeutischen Traumarbeit - auf Wunsch auch im Rahmen einer Hypnosetherapie - wird der Traum in die Gegenwart geholt. Klientinnen und Klienten erzählen den Traum nicht nur, sondern werden eingeladen, ihn Schritt für Schritt nachzuerleben. Einzelne Traumszenen können dargestellt, Rollen übernommen oder innere Dialoge laut ausgesprochen werden. Gefühle, Körperhaltungen und Impulse bekommen Raum.
Bei vielen unserer Klienten hat sich diese Art des Umgangs mit Träumen besonders bei Albträumen bewährt, denen in aller Regel tiefliegende unverarbeitete Themen oder Situationen zugrunde liegen, die manchmal zurück bis in die Kindheit reichen.
Auf diese Weise wird der Traum zu einer lebendigen Erfahrung, in der sich innere Zusammenhänge direkt zeigen können. Der Körper spielt dabei eine wichtige Rolle, da er oft mehr weiß als der Verstand und feine Signale trägt, die im Gespräch allein nicht zugänglich wären.
Die Transpersonale Gestalttherapie erweitert diese Form der Traumarbeit um eine offene Haltung gegenüber spirituellen und bewusstseinsverändernden Erfahrungen.
Gestalttherapeutische Traumarbeit - wenn Lebensthemen auf transpersonale Erfahrungen treffen
Träume können hier nicht nur persönliche Lebensthemen widerspiegeln, sondern auch tiefere, übergreifende Erfahrungen von Verbundenheit, Sinn oder innerer Führung. Begegnungen mit kraftvollen Bildern, Naturerscheinungen, inneren Gestalten oder besonderen Bewusstseinszuständen werden nicht vorschnell bewertet, sondern achtsam begleitet.
Wichtig ist dabei immer ein stabiler und sicherer Rahmen, in dem solche Erfahrungen verstanden, eingeordnet und mit dem Alltag verbunden werden können.
Ein zentrales Element dieser Arbeit ist die Haltung des Nicht-Wissens. Therapeutinnen und Therapeuten treten nicht als Experten auf, die den Traum erklären, sondern als Begleiter eines gemeinsamen Entdeckungsweges. Die Bedeutung eines Traumes entsteht aus dem Erleben selbst – aus dem Spüren, dem Austausch und der achtsamen Aufmerksamkeit.
Oft zeigen sich dabei Verbindungen zwischen dem Traum und aktuellen Lebensfragen, tiefliegenden Ängsten, inneren Übergängen oder persönlichen Wachstumsprozessen. Träume können auf Veränderungen hinweisen, Abschiede begleiten oder Mut machen, neue Schritte zu gehen.
Träume, Neurobiologie und EMDR
Ein spannender Aspekt im Kontext der Traumarbeit ist der Zusammenhang zwischen Träumen, Augenbewegungen und neurobiologischen Verarbeitungsprozessen.
Während der sogenannten REM-Phase (Rapid Eye Movement) des Schlafes, in der besonders intensiv geträumt wird, zeigen sich schnelle, rhythmische Augenbewegungen.
Die Forschung geht davon aus, dass in dieser Phase emotionale Erfahrungen verarbeitet und innere Bilder integriert werden.
An diesen natürlichen Selbstregulationsmechanismus knüpft auch die Methode EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) an, bei der gezielte bilaterale Augenbewegungen therapeutisch genutzt werden.
In der Gestalttherapie wird dieses Wissen nicht technisch angewandt, sondern verstehend eingeordnet: Träume, innere Bilder und Augenbewegungen können als Ausdruck eines natürlichen Heilungs- und Integrationsprozesses betrachtet werden, der Körper und Psyche dabei unterstützt, Erlebtes zu ordnen und in einen größeren inneren Zusammenhang zu bringen, ein Ansatz übrigens, den Francine Shapiro, die Entwicklerin des EMDR-Verfahrens, zeitlebens ähnlich vertrat.
Arbeit mit Träumen als Brücke zur Integration von Erfahrungen
Darüber hinaus können Träume eine Brücke zwischen dem Alltagsbewusstsein und tieferen Erfahrungsebenen bilden. In der Transpersonalen Gestalttherapie werden sie als natürliche Zugänge zu erweiterten inneren Räumen verstanden – als Ausdruck eines Strebens nach Ganzheit und innerer Ordnung.
Entscheidend ist nicht das Außergewöhnliche an sich, sondern die Integration der Erfahrung: Wie lässt sich das Erlebte im täglichen Leben verankern? Welche Einsichten oder Impulse können daraus entstehen?
So wird die Traumarbeit zu einer kraftvollen Unterstützung persönlicher Entwicklung. Sie stärkt das Vertrauen in die eigene innere Weisheit, fördert Selbstannahme und Lebendigkeit und eröffnet neue Sichtweisen auf das eigene Leben.
In der Verbindung von bewusster Wahrnehmung, emotionaler Tiefe und Offenheit für das Staunenswerte entsteht ein Raum, in dem Träume zu Wegweisern werden können – hin zu mehr Klarheit, innerem Gleichgewicht und einem stimmigen, ganzheitlichen Erleben.
Dr. Rajan Roth, Gestalttherapeut und Sozialwissenschaftler, betreibt gemeinsam mit seiner Frau Deva Prem Kreidler-Roth das Institut für Transpersonale Gestalttherapie in Stuttgart.
Unser Lehrer, der Gestalttherapeut, Autor und Sozialwissenschaftler Dr.rer.soc. Rajan Roth schreibt in seinem Buch "Transpersonale Gestalttherapie - eine Humanistische Psychotherapie für das 21. Jahrhundert":
"Meine therapeutische Praxis der letzten vierzig Jahre, vorwiegend mit Gestalttherapie, brachte mich zunehmend mit Inhalten in Berührung, die genau am anderen Ende des Spektrums menschlichen Wissens liegen: Es sind die nicht messbaren, nicht wägbaren Inhalte, es sind Qualitäten, nicht Quantitäten. [...]
Um Missverständnisse zu vermeiden: Wir wollen Therapeuten, die sich für fortschrittlich halten, nicht dazu ermuntern, ihrem Werkzeugkoffer noch ein paar raffinierte „Tools" hinzuzufügen, mit denen sie den Erlebnishorizont ihrer Klienten um zusätzliche spirituelle Erfahrungen erweitern können.
Wir sind mit Stanislaw Grof der Meinung, dass es ein grundlegendes Umdenken braucht, einen Paradigmenwechsel, weg vom alten, materialistischen Weltbild, hin zu einer holotropen, auf das Ganze gerichteten, Weltsicht.
Die westliche Wissenschaftswelt ist durch ihre Beschränkung auf das Primat der Materie auf einen Bruchteil dessen reduziert, was Wirklichkeit tatsächlich ausmacht. Die moderne Physik hat zwar das alte Weltbild nachhaltig erschüttert, dennoch versuchen Neurologen weiterhin die Herkunft des Bewusstseins aus der Materie, also aus dem neuronalen Apparat, zu erklären. [...]
Wenn es eine Erneuerung der Gestalttherapie braucht, dann ist sie jedenfalls nicht in der Verfeinerung des theoretischen Wissens nach dem Vorbild traditioneller, universitärer Forschungsarbeit zu suchen, sondern in einer Öffnung gegenüber der Erfahrungswissenschaft wie C.G.Jung, Roberto Assagioli und Stanislaw Grof sie vorangetrieben haben. Es geht um das Wiederentdecken des Wunderbaren. Es geht darum sich daran zu erinnern, dass Gestalttherapie schon immer transpersonal war und dass sie erfolgreich eher aus dem Herzen denn aus dem Kopf praktiziert und weiterentwickelt werden kann."
aus dem Buch: "Transpersonale Gestalttherapie: Humanistische Psychotherapie für das 21. Jahrhundert" von Dr.rer.soc. Rajan Roth
Die Transpersonale Gestalttherapie ist ein faszinierender Ansatz, der aus der Transpersonalen Psychologie hervorgegangen ist. Salonfähig gemacht hat den Terminus "Transpersonale Gestalttherapie" der Gestalttherapeut, Autor und Sozialwissenschaftler Dr.rer.soc. Rajan Roth. Der Ausdruck "transpersonale Therapie" bedeutet dabei "über das Persönliche oder Interpersonelle hinausgehend" und kann etwa gleichbedeutend mit spirituell orientierter Therapie gelesen werden.
Diese Form der Psychotherapie beschäftigt sich mit Prozessen der Bewusstseinserweiterung, -erforschung und -veränderung. In der Transpersonalen Gestalttherapie geht es um weit mehr als nur das Ich. Die Arbeit mit Träumen, Breathwork (Atemtechniken), Meditation, körperorientierte Ansätze und Psychotherapie fließen hier zusammen. Dabei finden westliche Psychologieansätze ebenso Beachtung wie Aspekte der Spiritualität, des Zen-Buddhismus, des Sufismus und des Hinduismus.
Die Gestalttherapie und die gestalttherapeutische Traumarbeit, ursprünglich von Fritz Perls entwickelt, erkunden: Wie erleben wir uns selbst und unsere Lebensumstände? Sie fördert bewusstes Wahrnehmen, intensiviert das Erleben und strebt nach mehr Lebendigkeit. Experimentell und expressiv, lädt sie dazu ein, Neues auszuprobieren und den eigenen Horizont zu erweitern, nach Dr.rer.soc. Rajan Roth eben auch in transpersonale Bereiche.
In der modernen Psychotherapie rückt neben der Behandlung von Beschwerden zunehmend auch die Suche nach Sinn und innerem Wachstum in den Vordergrund. Die transpersonale Psychotherapie verbindet psychologische Methoden mit spirituellen Dimensionen des Erlebens. Wer sich tiefer mit ihrer Forschungslage und Entwicklung befassen möchte, findet in den folgenden Quellen fundierte Einblicke:
Die aufgeführten Quellen zeigen, dass transpersonale Psychotherapie in Forschung und Theorie diskutiert wird. Wissenschaftlich gesicherte Wirksamkeitsnachweise wie große Studien oder offizielle Leitlinien liegen bisher nur begrenzt vor, weshalb diese Ansätze als ergänzendes Angebot zu verstehen sind.
Hinweis:
Die transpersonale Psychotherapie ist ein erfahrungs- und bewusstseinsorientierter Ansatz, der spirituelle und psychotherapeutische Elemente verbindet. Sie zählt derzeit nicht zu den wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren und ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Bei akuten psychischen Krisen oder Notfällen wende dich bitte an ärztliche oder psychiatrische Dienste oder den Notruf.
Die Autoren dieser Seite:
Niritya Speicher-Wilhelm und Thomas Wilhelm arbeiten in ihrer Saarbrücker Praxisgemeinschaft als Heilpraktiker für Psychotherapie, Gestalttherapeuten nach Fritz Perls und Transpersonale Gestalttherapeuten (Ausbildung bei Dr.rer.soc. Rajan Roth und Dipl.Ing. Deva Prem Kreidler-Roth, Stuttgart).
Beide sind Mitglieder im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater (VFP e. V.).
Weitere Informationen:
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